Freitag der 13te.

Der Freitag der 13te.

Der Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren.

Nun war es endlich soweit gewesen, meine Angelsaison wurde am 12.03. für das Jahr 2015 eröffnet. Nach ein paar hin und her verschobenen Terminen (da das Wetter nicht so wollte wie ich) ging es für mich ans Wasser ohne auf den Kalender zu schauen was mich erwarten würde. Am See angekommen, fütterte ich drei Spots an, mit nicht mehr als 2-3 Schaufeln Partikelmixen , bestehend aus Mais, Weizen, Tigernüssen und Hanf und einer Hand voll „Best Baits Boilies“ pro Spot an. Die Wassertemperatur betrug nur 6 Grad. Der erste Tag verlief ruhig und die Nacht brach an und es wurde kalt. Minus 2 Grad und am Morgen leichtes Eis im Uferbereich des Sees. Als Entschädigung für diese Nacht gab es aber einen wunderschönen Sonnenaufgang und einen herrlich ruhigen See. An meiner Taktik bezüglich der Spots und des Futters wollte ich nichts ändern, dafür waren meiner Meinung nach die Ruten zu kurz an den Spots abgelegt und die Wassertemperatur zu niedrig. Also Ruten raus, Vorfächer noch ein wenig kürzer gebunden (nicht länger als 10 cm) und mit den „16mm Garlic-Fish Best Baits Boilies „bestückt. Die Spots wieder mit derselben Futtermenge angefüttert. Tagsüber hörte ich im Radio, dass ich den heutigen Tag auf einem Freitag den 13ten am Wasser saß und dachte so bei mir (auch wenn ich nicht Abergläubig bin), das wird heute wieder nichts mit einem schönen Fang. Das Radio lief ganz leise vor sich hin, ich war schon leicht beim eindösen, als auf einmal mein Bissanzeiger in einer Tour losging. Ich huschte schnell in meine Badelatschen und rannte aus dem Zelt runter zu den Ruten. Ich glaubte meinen Augen kaum, die Rutenspitze gebogen und die Rolle spulte voll ab. Adrenalin Kick. Ich nahm die Rute auf und merkte, dass das was da am anderen Ende ist, nichts Kleines ist. Ich fing an den Fisch zu drillen und machte immer mehr die Bremse zu. Nun würde ein langer Kampf beginnen, da die Montage auf der anderen Seite des Sees lag. Doch nachdem ich den Fisch aus dem Flachwasserbereich der anderen Seite gedrillt hatte kam er mir sogar entgegen und ich dachte Streckenweise ich hätte Ihn verloren. Nur ab und zu kam mal ein kleiner Gegendruck, den ich in der Rute merkte. Als ich den Fisch langsam in den Flachwasserbereich meiner Uferseite hatte, fing dieser nochmal an richtig an Druck zu machen. Also Bremse ein wenig öffnen und ihn spielen lassen bis ich Ihn im Kescher hatte. Ein wunderschöner Spiegler kam zum Vorschein. „Freitag der 13te war also doch nur blödes Gerede“: dachte ich so bei mir. Ich zitterte am ganzen Körper, entweder war es das Adrenalin oder die Kälte, da ich nur im Schlüpfer und T-Shirt auf dem Steg stand. Der Fisch wurde gewogen und versorgt und ich machte mich schleunigst auf  ins Zelt. Ich musste erst einmal langsam wieder zu mir kommen und zog mir wieder was an. Nach langem hin und her munterte ich mich doch auf die Rute noch einmal in der Nacht bei der Kälte rauszubringen. Wieder wurde der Spot mit einer „16mm Murmel von Best Baits“ angefahren und ein wenig nachgefüttert. Die Nacht verlief dann ruhig, bis um 6 Uhr morgens. Diesmal konnte ich dann einen kleineren Karpfen überlisten. Mein Resultat: Freitag der 13te brachte mir einen wunderschönen 29 Pfund Spiegler mit meinem absoluten Favoriten „16 mm Garlic-Fish Boilie von Best Baits“.


Thight lines.

Gutti